Spiritualität

Das Kernproblem unserer Zeit ist nicht mangelnde technologische Innovation oder Energieeffizienz, sondern das Festhalten an dem fossil-neoliberalen Wirtschaftssystem, das auf Wachstum angewiesen ist. Dadurch vergrößern sich Ungleichheit, die Erderhitzung, Arten­sterben, Hunger und Fluchtbewegungen. Der Topwissenschaftler Gus Speth, Berater der US-Präsidenten Carter und Clinton, sagte einst: „Ich dachte, 30 Jahre gute Wissenschaft könnten diese Probleme angehen. Ich habe mich geirrt. Die größten Umweltprobleme sind Egoismus, Gier und Gleichgültigkeit, und um mit Ihnen fertig zu werden, brauchen wir einen kulturellen und spirituellen Wandel. Und wir Wissenschaftler wissen nicht, wie man das macht.“

In der Tat: Tolerieren wir ein „Weiter-So“ des aktuellen Wirtschaftssystems oder kämpfen wir für ein ganzheitlicheres Denken, in dem nicht Profit, sondern der Mensch, nicht die Quartalsbilanz, sondern die Gemeinwohlbilanz, nicht Umweltzerstörung sondern Umwelterhalt im Zentrum stehen? Hier kann die Katholische Soziallehre wichtige Impulse geben.

Ebenso wichtig ist es, angesichts der heraufziehenden Katastrophen weder im Aktivismus einen Burnout zu erleiden, noch sich von der Übermacht der Lobby und Konzerne einschüchtern zu lassen. Eine Spiritualität der inneren und äußeren Widerständigkeit ist gefragt.

An diesen Themen wollen wir mit Dialogförderung, Seminaren, Workshops und dem Angebot Geistlicher Übungen ebenso teilnehmen wie mit Publikationen wie dem neuen Buch von Fabian Moos SJ „Der Zukunft eine Zukunft geben“.