Seit Mai 2026 bin ich im UKAMA-Zentrum in einem freiwilligen Ordensjahr. Davor habe ich als Consultant in einer von mir mitgegründeten Genossenschaft gearbeitet. Obwohl ich in
diesem Job grundsätzlich sinnvolle Dinge getan habe und an Projekten mitarbeiten konnte, die die Gesellschaft verbessern, wurde ich immer unzufriedener mit meiner Arbeit und war auf der Suche nach Mehr. Also habe ich mir ein Jahr Auszeit genommen um darüber nachzudenken, was ich mit meinem Leben anfangen will. In dieser Zeit habe ich ignatianische Exerzitien gemacht und erkannt, dass ich eine Zeit intensiv damit verbringen möchte, bei einer sozialen Tätigkeit nach Gott zu suchen.
So bin ich dazu gekommen, im UKAMA-Zentrum eine Zeit als Teil der Jesuitenkommunität zu verbringen. Ich unterstütze im Veranstaltungsbetrieb, kümmere mich um die Gästezimmer und koche bei Veranstaltungen. Nebenbei unterstütze ich den JRS, etwa bei der Veranstaltungsorganisation und bei der Betreuung des Kirchenasyls im Haus. Besonders viel Freude habe ich an der Unterstützung der Kinder im Kirchenasyl, u.a. in der Sprachförderung.
Ansonsten beschäftige ich mich viel mit der (immer wichtiger werdenden) Schnittstelle von Technik und Gesellschaft. In diesem Zusammenhang bin ich in einigen zivilgesellschaftlichen Organisationen tätig und beschäftige mich zuletzt vor allem mit der Enzyklika Magnifica Humanitas, die die katholische Soziallehre nach Laudato Si im Digitalzeitalter der großen Sprachmodelle fortschreibt.